Staatsoper Unter den Linden in Berlin

Festtage in der Staatsoper Berlin
Staatsoper Berlin

Die Staatsoper Unter den Linden (auch: Deutsche Staatsoper Berlin) ist das erste Opernhaus und der kulturhistorisch bedeutendste Theaterbau in Berlin. Es steht in der historischen Mitte am Boulevard Unter den Linden. Das deshalb im Volksmund auch Lindenoper genannte Gebäude war Teil des Forums Fridericianum und wurde als Königliche Hofoper von 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im Stil des Palladianismus erbaut. Sie war das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und zu dieser Zeit das größte Operngebäude in Europa.

 

Seit September 2010 wurden Sanierungsmaßnahmen im Umfang von 239 Millionen Euro durchgeführt.  

Ungeachtet aller Schwierigkeiten bei der Fertigstellung wurde die Staatsoper Unter den Linden am 3. Oktober 2017 mit einer Inszenierung von Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust wiedereröffnet. Für die Inszenierung waren Intendant Jürgen Flimm und Daniel Barenboim als musikalischer Leiter verantwortlich.[10] Der offizielle Spielbetrieb ist am 7. Dezember 2017 wieder aufgenommen worden.

Hinweis:

Die Besetzung einer Oper oder eines Konzertes kann sich (leider) kurzfristig ändern. Alle Angaben zu den Besetzungen sind daher unverbindlich - Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Alle Angebote sind auf Anfrage. Die Verfügbarkeit kann sich stündlich ändern. Preisänderungen sind vorbehalten.

 

Unsere Arrangements für die nachstehenden Aufführungen sind zur Zeit in Ausarbeitung.  

 

 

04. und 19. September 2020 

IL Trovatore (Der Troubadour)

von Giuseppe Verdi -

 

Interpreten: Marcelo Alvarez, Liudmyla Monastyrska, Violeta Urmana, Vlasdislav Sulimsky u.a.

Inszenierung:  Philipp Stölzl

 

Marcelo Álvarez ist ein argentinischer Opernsänger. Álvarez besuchte als Kind eine Musikschule in Córdoba, wo er auch im Knabenchor sang. Später entschied er sich jedoch für ein Wirtschaftsstudium und arbeitete bis zu seinem 30. Lebensjahr in einer Möbelfabrik. Erst 1992 begann er – mit großer Unterstützung seiner Frau Patricia – in Buenos Aires die Ausbildung zum Opernsänger. Es folgten drei Jahre intensivsten Studiums. Nachdem seine Bemühungen, im Teatro Colón Fuß zu fassen, scheiterten, entschloss sich Marcelo Álvarez, 1995 seinen ganzen Besitz in Argentinien zu verkaufen und – dem Rat von Giuseppe Di Stefano folgend – nach Italien zu gehen. Er lebt heute mit Frau und Sohn in Tortona bei Mailand.

 

 

18. September 2020

Die lustigen Weiber von Windsor

von Otto Nicolai

 

Interpreten: René Pape, Michael Volle u.a.

Musikalische Leitung: Daniel Barenboim

Inszenierung: David Bösch

 

Klassische Musik vermag Trennungen zu überwinden und Widerstand gegen Ignoranz zu leisten – eine Kraft, die Daniel Barenboim seit seiner frühen Kindheit verspürt. Der Pianist und Dirigent, einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, hat sich mit seinen Auftritten an den führenden Häusern der ganzen Welt höchstes Ansehen erworben. Mit seinem Anliegen, durch Kultur geistige Barrieren abzubauen, erreicht er zahlreiche Menschen, ebenso wie mit seinem Engagement für das intensive Zuhören und den freien Dialog – zwei Dinge, die wechselseitig voneinander abhängen. »Um Musik zu machen, muss man zuhören«, sagte er. »Man muss hören, was der andere tut, aber man muss auch hören, was man selbst tut und was es für den anderen bedeutet – dies ist die beste Schule für menschliche Beziehungen.«

 

Die lustigen Weiber von Windsor ist eine komisch-fantastische Oper in drei Akten mit Tanz. Das Libretto verfasste Salomon Hermann Mosenthal nach Shakespeares Komödie The Merry Wives of Windsor. Die Uraufführung fand am 9. März 1849 am Königlichen Opernhaus in Berlin unter dem Dirigat des Komponisten statt.

 

17.-20.-22.-25. September 2020

Der Fliegende Holländer

von Richard Wagner

 

Interpreten: Matthias Goerne, Elena Stikhina u.a.

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis

Inszenierung: Philipp Stölzl

 

Philipp Stölzl, geboren 1967 in München, absolviert ab 1988 zunächst eine Ausbildung als Kostüm- und Bühnenbildner an den Münchner Kammerspielen. In diesem Metier arbeitet er mehrere Jahre freiberuflich für diverse deutsche Theater.

Später beginnt bei den österreichischen Musikfilm Legenden Dolezal und Rossacher als Ideenlieferant zu arbeiten, führt wenig später dort bei Musikvideos Regie. Ein Video für Rammstein bringt ihm rasch Erfolg, Arbeiten für Stars wie Marius Müller Westernhagen, Pavarotti, Madonna und Mick Jagger folgen, ebenso internationale Werbefilme für Marken wie BMW, Nokia, Sony und Rolex. 

 

15.-17.-19. Oktober 2020 

Les pêcheurs de perles (deutsch: Die Perlenfischer) 

 von Georges Bizet

 

Interpreten: Olga Peretyatko, Pavol Breslik u.a.

Musikalische Leistung:  Victorien Vanoosten

 

Die Musik der Oper, ein Vorspiel gefolgt von 16 ineinander komponierten Nummern, ist geprägt durch das exotische, fernöstliche Sujet, das sich in Rhythmik, Melodik und der (nur rekonstruierbaren) Instrumentation widerspiegelt. Herauszuheben ist die Arie des Nadir „Je crois entendre encore“, des Weiteren das Duett „Au fond du temple saint“ zwischen Zurga und Nadir. Neben den vier Personen kommt dem ständig präsenten Chor der Perlenfischer eine besondere wichtige Aufgabe zu: Er begleitet auch die emotionale Entwicklung der Charaktere.

 

Olga Peretyatko, eine der gefragtesten Sopranistinnen der Welt, machte ihren internationalen Durchbruch, nachdem sie den renommierten Opalia-Wettbewerb von Plácido Domingo gewonnen hatte. Seitdem ist sie regelmäßiger Gast in den wichtigsten Opernhäusern und Konzertsälen der Welt.

 

 

25.und 29. Oktober 2020, 1.-11.-17. November 2020

Tannhäuser

von Richard Wagner

 

Interpreten: Klaus Florian Vogt, Rachel Willis-Sorensen u.a.

Musikalische Leistung:  Thomas Guggeis

 

Klaus Florian Vogt ist einer der herausragenden Wagner-Tenöre der Gegenwart. Zu seinem Repertoire gehören vor allem dramatische Partien wie Lohengrin, Parsifal, Tannhäuser, Stolzing und Siegmund, aber auch Florestan („Fidelio“), Paul („Die tote Stadt“) und Hoffmann („Les Contes d’Hoffmann“). Darüber hinaus singt er mit großem Erfolg lyrisch-dramatische Rollen wie Erik („Der fliegende Holländer“), Andrej („Chowanschtschina“), Prinz („Rusalka“), Bacchus („Ariadne auf Naxos“) und Faust („La Damnation de Faust“). Er ist gefragter Gast an allen großen Opernhäusern der Welt sowie bei den Bayreuther Festspielen, bei den Salzburger Festspielen und bei zahlreichen internationalen Festivals.

Engagements führten ihn unter anderem an die Opernhäuser in München, Berlin, Hamburg, Paris, London, Barcelona, Wien, Madrid, Mailand, Toulouse, Helsinki und New York. Seit 2007 ist er regelmäßig Gast bei den Bayreuther Festspielen

 

6.-9.-11.-17.-20. Dezember 2020

Rigoletto

von Giuseppe Verdi

 

Interpreten: Luca Salsi, Irina Lugu u.a.

Musikalische Leistung:  Karel Marl Chichon

 

Karel Mark Chichon dirigierte 2004 erstmals die Wiener Philharmoniker. Von 2009 bis 2012 war er Chefdirigent beim Lettischen Nationalen Sinfonieorchester, danach ab 2011 in gleicher Funktion bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. In der Spielzeit 2017/18 wurde er Chefdirigent des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria. Darüber hinaus dirigierte er u. a. an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, am Teatro dell’Opera in Rom, am Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro Real in Madrid und an der Metropolitan Opera New York. Ebenso trat er u. a. mit den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem English Chamber Orchestra und dem Concertgebouworkest Amsterdam auf.  

22.-28.-30. Dezember 2020 

Lohengrin

von Richard Wagner

 

Interpreten: Roberto Alagna, Soya Yoncheva, René Pape

Musikalisxhe Leitung: Matthias Pintscher

 

 

Roberto Alagna ist ein französischer Opernsänger (Tenor) italienischer Herkunft.

Der Sohn italienischer Eltern wuchs in Paris auf, wo er auch Gesang studierte. 1988 gewann er in Philadelphia den Ersten Preis des Internationalen Pavarotti-Wettbewerbs. Der lyrische Tenor gab sein Operndebüt als Alfredo in Verdis La traviata bei der Glyndebourne Touring Opera. Die Partie sang er an vielen bekannten Opernhäusern, schließlich 1990 auch an der Mailänder Scala. Als Rodolfo in Puccinis La Bohème – einer weiteren Paraderolle – debütierte er 1992 am Royal Opera House in London.

Im Sommer 2008 wurden seine Operngalas in Deutschland, die er zusammen mit der Sopranistin Barbara Krieger bestritt, mit stehenden Ovationen bedacht. Auch die Rolle des Radames in Aida sang er in verschiedenen Aufführungen wieder mit großem Erfolg, wie im Sommer 2014 beim Opernfestival im Théâtre Antique d’Orange in Orange, Süd-Frankreich. Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen 2018 in der Titelrolle des Lohengrin sagte er wegen Überlastung knapp einen Monat vor seinem geplanten Auftritt ab.

 

27. Dezember 2020 / 6.und 8. Januar, 13. Februar, 10.-16.-23. April 2021

Die Zauberflöte

von Wolfgang Amadeus Mozart

 

Interpreten: René Pape, Julian Pregardien, Kathryn Lewek u.a.

Musikalische Leistung:  Alexander Soddy / Giuseppe Mentuccia

 

René Pape erhielt seine Ausbildung beim Dresdner Kreuzchor sowie an der Hochschule für Musik Carl-Maria von Weber in Dresden und stand dort bereits als einer der Knaben in der Zauberflöte auf der Bühne. Als Student debütierte er als Bassist wiederum in Mozarts Zauberflöte an der Staatsoper Unter den Linden.

1988 engagierte ihn die Staatsoper als festes Mitglied des Ensembles, welchem er seither ohne Unterbrechung angehört. Dort sang er zahlreiche große Rollen seines Fachs wie Sarastro (Die Zauberflöte), Rocco (Fidelio), König Heinrich (Lohengrin), Fafner (Das Rheingold), Pogner (Die Meistersinger von Nürnberg), König Marke (Tristan und Isolde) und Ramphis (Aida). 1994 folgte er dem Ruf Wolfgang Wagners und trat erstmals bei den Bayreuther Festspielen in Erscheinung, wo er den Fasolt im Rheingold sang. 1991 besetzten ihn Sir Georg Solti und Johannes Schaaf als Sarastro bei den Salzburger Festspielen. Hier sang er 1998 den Filippo (Don Carlos).

 

Pape, der zweimal mit dem Grammy Award ausgezeichnet wurde, sang unter anderem an der Metropolitan Opera in New York, der Opéra National de Paris, der Lyric Opera Chicago, am Royal Opera House Covent Garden, an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala sowie an der Sächsischen Staatsoper Dresden. Im Januar 2011 gab er sein Recital-Debüt an der Los Angeles Opera mit Liedern von Hugo Wolf, Robert Schumann und Franz Schubert.

 

 

10.-15.-22. Januar 2021

Idomeneo

von Wolfgang Amadeus Mozart

 

Interpreten: Andrew Staples, Lea Desandre, Olga Paretyatko u.a.

Musikalische Leistung:  Louis Langrée

 

Es ist wahrscheinlich Mozarts persönlichstes Werk: Idomeneo, 1781 in München uraufgeführt. Seit seinem Salzburger Re pastore von 1775 hatte Mozart keine Oper mehr geschrieben, aber nun fliesst es durch ihn wie durch offene Schleusen:

Dem Wunderkindalter entwachsen, im Begriff, sich von seinem Vater zu lösen und sich als freischaffender Musiker zu behaupten, schreibt Mozart mit Idomeneo seine unkonventionellste und musikalisch reichhaltigste Opernpartitur. Aber auch seine abgrundtiefste: Wohl in keinem anderen Bühnenwerk Mozarts sind die Figuren derart innerlich zerrissen gezeichnet, mit ihren eigenen menschlichen Schwächen und seelischen Haltlosigkeiten konfrontiert wie in Idomeneo. 

 

 

16.-30. Januar  2021

Fidelio

von Ludwig van Beethoven

 

Interpreten: Simone Schneider, David Butt Phillip, René Pape u.a.

Musikalische Leistung:  Lahav Shani

 

Lahav Shani ist ein israelischer Pianist und Dirigent. Ab seinem sechsten Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht bei Hannah Shalgi und anschließend bei Arie Vardi an der Buchmann-Mehta-Musikschule seiner Heimatstadt Tel Aviv. Später nahm er Kontrabassunterricht bei Teddy Kling. Sein Studium setzte er dann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Christian Ehwald (Orchesterleitung) und Fabio Bidini (Klavier) fort. Außerdem erhielt er ein Coaching von Daniel Barenboim.

 

Shani erzielte seinen Durchbruch als Dirigent dank des ersten Preises beim Internationalen Gustav Mahler Wettbewerb 2013. Seitdem leitete er das Israel Philharmonic Orchestra, das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, die Staatskapelle Berlin und die Wiener Philharmoniker. In der Saison 2017/18 war Shani ständiger Gastdirigent der Wiener Symphoniker. Am 8. Mai 2018 dirigierte er die Wiener Symphoniker beim Fest der Freude am Wiener Heldenplatz.

 

Im Juni 2017 gab er sein Debüt mit dem Rotterdamer Philharmonischen Orchester als Dirigent und Klaviersolist. Im August 2017 leitete er das Orchester während des Veerhaven Konzerts. Im September 2018 wurde er dort – als Nachfolger von Yannick Nézet-Séguin – Chefdirigent des Orchesters. Das Rotterdam Philharmonic Orchestra ist sein erstes eigenes Orchester und Shani der jüngste Chefdirigent in der Geschichte des Orchesters. Außerdem wurde er 2019 designierter Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestra, dessen Leitung als Nachfolger von Zubin Mehta er ab Saisonbeginn 2020/21  

 

19.-21.-25.-27. Februar 2021

Jenufa

von Leos Janacek

 

Interpreten: Camilla Nylund, Evelyn Herlitzius, Stuart Skelton u.a.

Musikalische Leistung:  Sir Simon Rattle

 

Sir Simon Rattle ist ein international renommierter britischer Dirigent und seit 2002 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Rattle wurde 1955 in Liverpool geboren. Er studierte an der Londoner Royal Academy of Music.

 

Im September 2002 trat Sir Simon Rattle die Nachfolge des italienischen Dirigenten Claudio Abbado als Leiter und Chefdirigent der Berliner Philharmoniker an. Sein erklärtes Ziel: Die Philharmoniker zu einem "durch und durch europäischen Orchester zu formen".

Rattle rückte die Werke der Wiener Klassik sowie zeitgenössischer Komponisten stärker in den Fokus. Große Beachtung fanden seine zyklischen Interpretationen der Symphonien von Brahms, Sibelius und Mahler, aber auch eine von Peter Sellars inszenierte Aufführung der Matthäus-Passion von Bach – für Rattle "das Wichtigste, was wir hier je gemacht haben". 2013 erklärte Rattle, dass er seinen bis 2018 laufenden Vertrag bei den Philharmonikern nicht verlängern wird.

Im September 2017 trat Rattle sein neues Amt als Chefdirigent des London Symphony Orchestra an.