Das unter Kaiser Franz Joseph eröffnete Konzerthaus Wien hat einiges zu bieten: In drei Konzertsälen spielen renommierte Künstler aus aller Welt. Doch nicht nur Klassik gibt es hier zu hören, auch Jazz, World Music, Kammerorchester und weitere interessante Genres sind vertreten.Außerdem gibt es neben musikalischen auch kulinarische Schmankerl im hauseigenen Restaurant Weinzirl, die einen gelungenen Abend abrunden. Denn jeder weiß, auf leerem Magen konzertiert es sich nicht gut.

 

1911 wurde unter dem Architekten Ludwig Bauman, gemeinsam mit den berühmten Theaterarchitekten Ferdinand Fellner und Hermann Gottlieb Helmer, der Bau der Konzerthaus Wien begonnen. Das Besondere hierbei war, dass die drei Konzertsäle (Großer Saal, Mozart-Saal und Schubert-Saal) so konzipiert wurden, dass sie gleichzeitig bespielt werden können, ohne dass die Veranstaltungen einander stören.

 

Von Beginn an stand die künstlerische und kulturelle Berufung des Wiener Konzerthauses außer Frage: «Eine Stätte zu sein für die Pflege edler Musik, ein Sammelpunkt künstlerischer Bestrebungen, ein Haus für die Musik und ein Haus für Wien.» 1913 wurde schließlich das Konzerthaus mit Präsenz von Kaiser Franz Joseph I. und einer feierlichen musikalischen Begleitung eröffnet.

 

Während des 2. Weltkriegs war das Konzerthaus Wien ein Ort kultureller Verarmung. Zur Propaganda missbraucht wurden die kulturell wertvollen Inhalte verdrängt und durch nationalsozialistisches Unterhaltungsprogramm ersetzt. Nach 1945 blühte das Konzerthaus erneut auf. Es wurde zum führenden Veranstalter zeitgenössischer Musik in Österreich und zur gesuchten Bühne für den internationalen Jazz in Wien.

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